Die biologische Forschung zur Kopfhautkühlung hat sich auf die Untersuchung der Hypothese konzentriert, dass die Kühlung den Eintritt von Chemotherapeutika in menschliche Keratinozyten reduziert.1
Eine von Dunnill et al. durchgeführte Studie ergab, dass die Medikamentenaufnahme durch Kühlung um mindestens das Vierfache reduziert werden kann, und je nach verwendetem Zellmodell oder getestetem Medikament sogar um das Achtfache.2 Dieses Ergebnis ist auf eine Reihe von Mechanismen zurückzuführen, die durch die Kühlung der Kopfhaut ausgelöst werden.
Es wurde festgestellt, dass die folgenden Mechanismen der Kopfhautkühlung, wenn sie in Kombination auftreten, die Kühlung der Kopfhaut zytoprotektiv machen und zur berichteten klinischen Wirksamkeit beitragen, wenn sie in Verbindung mit einer Chemotherapie [1] bei soliden Tumoren eingesetzt wird. Ein besseres Verständnis der zellulären Mechanismen, durch die die Kühlung die Chemotoxizität sich schnell teilender Zellen reduziert, ermöglicht es uns, sowohl vorherzusagen, bei welchen Chemotherapien die Kopfhautkühlung weniger wirksam sein wird, als auch Lösungen zu finden, um ihre Wirksamkeit zu erhöhen.
Früher ging man davon aus, dass die Vasokonstriktion der einzige Mechanismus ist, bei dem die Kühlung der Kopfhaut die Zytotoxizität von Chemotherapeutika reduziert. Weitere In-vitro-Experimente haben jedoch andere schützende Effekte aufgezeigt – wie eine verringerte Wirkstoffaufnahme, eine verringerte Stoffwechselaktivität und eine verringerte Teilungsrate der Haarfollikelzellen.
Vasokonstriktion

Vasokonstriktion im Detail


Reduzierte Wirkstoffaufnahme im Detail

Reduzierte Zellteilung in Haarfollikeln


Reduzierte Stoffwechselaktivität

Reduzierte Stoffwechselaktivität im Detail

